Holunder

Zeit des Schwarzen Holunders


Bald ist es wieder soweit: Beim abendlichen Frühlingsspaziergang am Waldrand oder an Böschungen werden wir vom<br blumigen Duft der Holunderblüten betört. Die feinen weissen Blüten riechen nicht nur gut, sondern sind auch sehr gesund.


Holunderblüten wirken schweisstreibend und fiebersenkend und werden daher auch zur Stärkung der Abwehrkräfte eingesetzt. Aber nicht nur die Blüten weisen gesundheitsfördernde Eigenschaften auf, auch die Beeren sind sehr gesund und enthalten Vitamin A, B und C. Holunder ist ein Alleskönner, kein Wunder also, dass schon in der Antike der Schwarze Holunder als eine
der wichtigsten Heilpflanzen galt. Schon der griechische Arzt Hippokrates beschrieb die Pflanze und ihre Wirkungen.

Schon in der Antike bekann

Die sagenhaften Kräfte, die dem Strauch zugeschrieben werden, gehen auf die Mythologie der Germanen zurück. Der «Holderbusch» war der Sitz der Göttin Holda oder Holla, die Pflanzen, Tiere und Mensch beschützt. Deshalb galt seine Anwesenheit in Hausnähe als gutes Omen und sein Fällen als verwerflich. Der Holunderbusch durfte vor keinem Haus fehlen und durfte weder gestutzt
noch gefällt werden. Im 19. Jahrhundert erwähnten die Gebrüder Grimm mit «Frau Holle» die Göttin Holda erneut im Märchen. Dort verwandelt Frau Holle die winzigen, schneeweissen Holunderblüten in Federn und schüttelt sie in Form von Schnee auf die Erde.

Botanik und Heilwirkung

Von Mai bis Juni präsentiert sich der Schwarze Holunder im weissen Kleid aus herrlich duftenden Holunderblüten, welche sich im Spätsommer zu schwarzen
Beeren verwandeln.
Sowohl den Blüten als auch den Beeren wird eine heilende Wirkung zugesprochen. Ein Tee aus Holunderblüten wirkt schweisstreibend und schleimlösend und besitzt antivirale Eigenschaften. Die feinen, weissen Blüten können Kopfschmerzen, verstopfte Nase und Fieber lindern. Der Holundersaft aus erhitzten Holunderbeeren gilt als Hausmittel gegen Nieren- und Blasenleiden. Die Blätter des Strauches können bei leichten Verbrennungen oder Frostbeulen auf die Haut gelegt werden.